24-10-2007

GERMAN OPEN 2007 in Kassel - Reining wurden wegen Bodenproblemen abgeblasen

Das Programm der German Open wurde gestern am frühen Abend nach 18 Startern in der Senior Reining der EWU unterbrochen. Das sportliche Programm war damit für diesen Tag beendet. Die Senior Reining (Vorlauf) und die für gestern noch geplante Entscheidung in der Jungpferdeprüfung Reining wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Bei der Senior Reining wurden alle bisherigen Starts gelöscht – alle Starter werden neu noch einmal antreten.

 „Schon mit Beginn der Veranstaltung haben wir den Boden sehr kritisch beurteilt. Er wurde einfach viel zu nass eingebracht. Sogar die Lehmschicht ist nass. Auf diesem Boden ist Reining nicht möglich. Deshalb haben wir die Reißleine gezogen, den Sport für heute abgebrochen und damit uns für den Sport entschieden“, erklärte Präsident Heinz Montag den mutigen Entschluss. Nun wird der ganze Boden der Showarena über nacht ausgetragen und neu präpariert eingebracht. „Wir hoffen“, so Montag, dass wir mit dieser Maßnahme, die das Präsidium zusammen mit dem sportlichen Leiter Mike Stöhr beschloss – die Bodenqualität in den Griff bekommen und wir morgen früh pünktlich weiter machen können. Es wird dann auch einen neuen Zeitplan geben, der Auskunft darüber gibt, wann wir die Disziplinen nachholen.“

 

 

Vorlauf LK 1/2 B Trail

42 Starter beim Jugend-Trail

Der „Trail-Marathon“ des Dienstagvormittags bei der German Open endete mit dem Vorlauf im Trail der Jugendlichen. 42 Starter kämpften hier um den Einzug ins Finale. Die Pattern gestaltete sich ähnlich wie die der beiden bereits gelaufenen Prüfungen: Während vergangenes Jahr noch ein wahrer „Stangensalat“ auf Pferd und Reiter wartete, sah die zu reitende Aufgabe dieses Jahr deutlich unkomplizierter aus. „Vermeintlich ‚einfach’ für eine German Open, aber dafür umso feiner und exakter zu reiten, sonst hat man keine Chance in diesem Teilnehmerfeld“, so charakterisierte eine Teilnehmerin den Parcours.

 

 

Kim Blockus und Kristina Schuck dominieren den Vorlauf

Die Ergebnisse dieses Vorlaufs lagen schließlich sehr eng zusammen; mehrmals musste der Tie-Richter über Platzierungen und auch Finalteilnahme oder Nicht-Finalteilnahme entscheiden. 27 Platzierungspunkte gab es schließlich jeweils für Kim Blockus auf Bentley Dellorian Ace – Neunte des vergangenen Jahres – und Kristina Schuck mit Glory Princessa, die in dieser Reihenfolge als Beste des Vorlaufs platziert wurden. Die Silber-Medaillengewinnerin des Jahres 2006, Alina Kuhn auf Levis, zog als Dritte in das Finale ein (23 Punkte).

 

 

Laura Spielmann mit zwei Pferden weiter

Laura Spielmann schaffte das Kunststück, gleich zwei Pferde ins Finale zu bringen. Den vierten Rang in diesem Vorlauf belegte sie mit Little Peppy Olena (21 Punkte), und steuerte außerdem ihren Diddl mit 13 Platzierungspunkten auf Platz Acht - mit ihm wurde sie im Vorjahr Fünfte dieser Prüfung. Die Titelverteidiger dieser Disziplin, Anna-Lena Barre und Billy VI, sind ebenfalls im Finale wieder mit dabei (21 Punkte/Tie). Mit dem fünften Platz in diesem Vorlauf müssen sich die beiden aber noch steigern, um ihren Erfolg wiederholen zu können. Ebenfalls 21 Punkte, aber bei dem entscheidenden Tie-Richter als letzte in dieser Reihe, brachten Vanessa Beyer und Carries Cody als Sechste den Finaleinzug ein. Ihr folgte schließlich mit drei Punkten Abstand Katharina Götz mit Go Frostes Aglo Go (18 Punkte). Jennifer Birke erritt auf Billy J 10 Punkte und sicherte sich damit als Vorletzte den Finaleinzug.

 

 

 

Tie-Entscheidung um den letzten Finalplatz

Eine ganz knappe Sache machten Kathrin Rüdinger auf Luna und Lisa Sewald mit Docs Jack Arrow unter sich aus. Hier musste der Tie-Richter letztlich entscheiden, wer von den beiden das letzte Ticket ins Finale bekommt. Das Glück lag schließlich auf der Seite von Kathrin, die mit sieben Punkten um die Entscheidung mitreiten darf.

 

Vorlauf LK 1/2 B Western Horsemanship

 

Vorlauf geht an Sarah Schulte auf Morris

Pünktlich und genau nach Zeitplan startete die Western Horsemanship der Jugendlichen, die 44 Starter unter sich ausmachten. Ein buntes Bild präsentierte sich hier den Zuschauern, denn neben den farbenfrohen, schillernden Kostümen der Teilnehmer präsentierten sich hier besonders viele unterschiedliche Pferderassen.

 

 

Unangefochten zog Sarah Schulte mit Morris ins Finale ein. 27 Platzierungspunkten vergaben die Richter an Sarah, was ihr neben dem Vorlaufssieg einen deutlichen Vorsprung zur zweitplatzierten Mara Stieber einbrachte. Diese ritt mit Zesanne zu 25 Punkten vor Caroline Leckebusch auf Mr Sonny Royal Jack (24 Punkte), die ebenfalls Ansprüche auf eine Medaille anmeldete.

 

Laura Sasse bleibt im Rennen um die Titelverteidigung

Die viertplatzierte Nina Kochs mit Un Poco Pepito bestätigte im Vorlauf ihre Leistung aus dem vergangenen Jahr und zog als Vierte ins Finale ein. Sie hatte das Glück auf ihrer Seite, denn zwei Konkurrentinnen konnten ebenfalls mit 21 Platzierungspunkten aufwarten. Der Tie-Richter sah Nina Kleinemenke mit Giacomo auf dem fünften Rang, dichtauf gefolgt von Laura Sasse und Gandalf. Hier kann sich in der Entscheidung um die Medaillen also noch einiges bewegen. Laura Sasse wird außerdem als Titelverteidigerin im Finale mit Sicherheit zu Höchstform auflaufen.

 

 

Alois Schuster vertritt das männliche Geschlecht im Finale

Als einziger männlicher Finalteilnehmer in der „Frauendomäne“ Western Horsemanship behauptet sich Alois Schuster, der Luzy vorstellte. 17 Platzierungspunkte vergaben die Richter für seinen Ritt. Zwei Punkte weniger reichten für Lorraine Scholle mit True Little Okie für Rang Acht, punktgleich mit Leonie Behrens und Ima Cool Boy, die der Tie-Richter aber dahinter sah. Als Zehnte konnte sich Joanna Pohl auf Cougarand Chrome über den Finaleinzug freuen (14 Punkte).

 

Quelle: westernreiter.com /Fotos: SnakeViking